Jan 24 2010

Tatort – Next Generation

Veröffentlicht von pt um 21:35 in Puschenkino Artikel drucken

Im Ersten beginnt eine neue Ära der Tatort-Krimis. Maximillian Brückner und Gregor Weber ermitteln als Kommissare Kappl und Deininger zum fünften Mal im Saarland. Mein erster Eindruck: ungewohnt, irgendwie anders. Ob ich’s gut finde, kann ich noch nicht sagen.

In einem alten Saarbrücker Parkhaus liegt die Leiche des Schülers David mit Verletzungen, die auf ein Gewaltverbrechen hindeuten. Die Kommissare Kappl und Deininger ermitteln in der Klasse des Jungen und stellen fassungslos fest, dass der brutale Mord die Mitschüler gleichgültig lässt. David und sein Freund Tobias waren Außenseiter, die von der Klasse gedemütigt wurden. Und Tobias schweigt.


Bei dieser neuen Tatort-Serie geht es anders zu, als bei den anderen. Die beiden Tatort-Kommissare Kappl und Deininger wirken viel sachlicher und gewöhnlicher als die anderen Tatort-Kommissare – weniger exzentrisch. Sehr ungewohnt ist die Rolle Erzählers, der die Handlung streckenweise unterbricht und im Berichtsstil den Hergang der Ermittlungen schildert. Dieser Berichtsstil erinnert an Aktenzeichen XY. Beabsichtigt ist wohl eine höhere Realitätsnähe, aber irgendwie ist das für einen Krimi ungewohnt – entweder man schaut einen Krimi oder einen Bericht – beides gleichzeitig nervt. Der Unterhaltungswert der anderen Tatortkommissare ist erheblich höher: Thielen und Boerne sind die Münsteraner Dick und Doof, und bei Ballauf und Schenk spielt meist ein wesentlicher Handlungsstrang im privaten Umfeld der Kommissare.

Im Tatort-Blog gibt es interessante Kommentare zu dieser Folge.

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