Mai 18 2008
Marco Polo und das Einhorn
In seinem 3. Buch berichtet Marco Polo vom Königreich Basma, welches vermutlich an der Nordküste der Insel Sumatra in Indonesien lag. Er schreibt darin: “In dem Lande gibt es viele wilde Elefanten und Rhinozerosse, welch letztere weit kleiner sind als die Elefanten, aber ihre Füße sind sich ähnlich. Ihre
Haut gleicht der eines Büffels. Vorn am Kopf haben sie ein einziges Horn, aber mit dieser Waffe verletzen sie die nicht, welche sie angreifen, sondern gebrauchen hierzu nur ihre Zunge, die mit langen scharfen Stacheln bewaffnet ist, und ihre Knie oder Füße; wenn sie einen Menschen angreifen, stoßen sie ihn mit den Füßen nieder, trampeln auf ihn herum oder zerreißen ihn mit der Zunge. Ihr Kopf ist gleich dem eines wilden Ebers, und sie tragen ihn tief am Boden. Sie wühlen mit Ergötzen in Sumpf und Schlamm und sind schmutzig in ihren Gewohnheiten. Doch lassen sich diese Tiere nicht durch Jungfrauen fangen, wie man bei uns wähnt, sondern sind im Gegenteil sehr wild und scheu.”

