Nov 22 2009
Weltverschlingungsmaschine arbeit wieder

LHC Tunnel
Nun ist es ziemlich genau ein Jahr her, als der Large Hadron Collider, kurz LHC, so sehr beschädigt wurde, dass die Reparatur-Arbeiten bis vor einigen Tagen andauerten. Nach nur 9 Tagen Betrieb entwich Helium aus dem Kühlsystem.
Wenige Tage, nachdem der LHC dieses Jahr in Betrieb genommen wurde, wäre beinahe wieder etwas schiefgegangen. Ein Vogel hat laut CERN ein Stück Baguette fallen lassen, und das fiel so unglücklich in eine im Freien stehende Elektroinstallation, dass es einen Kurzschluss verursachte. Die im Freien stehende Elektroinstallation versorgt das Kühlsystem in zwei Sektoren des großen Teilchenbeschleunigers LHC mit Strom.
Durch die Panne wurde die Kühlung dort unterbrochen, und es kam zu einem leichten Temperaturanstieg. Dann aber sind die Sicherheitssysteme angesprungen, die Sektoren wurden heruntergekühlt und erreichten in der gleichen Nacht wieder ihre Betriebstemperatur. Das ist noch mal gut gegangen.
Zur Erinnerung: Der LHC ist ein Teilchenbeschleuniger, mit denen Teilchen auf quasi Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und dann auf Kollisionskurs gebracht werden. Bei dem Zusammenstoss können Mini-Schwarze-Löcher entstehen. Angeblich sind diese Mini-Schwarzen-Löcher harmlos, doch Menschenrechtler haben bei den Vereinten Nationen wieder Klage eingereicht, weil sie befürchten, besagte Löcher können immer größer werden und die Welt verschlingen. Die Physiker wehren ab, alles sei unter Kontrolle, doch dabei muss ich immer wieder an den kleinen Vogel mit dem Baguette denken…
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