Jul 17 2010

Halbblut

Veröffentlicht von pt um 09:23 in Allgemeines Artikel drucken

Dieses Jahr steht die Geschichte Halbblut bei den Karl-May-Festspielen 2010 in Bad Segeberg auf dem Programm. Als jährlich festes Ritual bin ich diesmal wieder mit Familie dort gewesen und es hat wieder ungemein viel Spaß gemacht. Erol Sander spielt den Apachenhäuptling Winnetou und, so erfuhr man von der Festspielleitung und im Programmheft der Karl-May-Spiele, er bleibt es weiterhin mindestens bis 2012 mit Option auf 2013 – Gott sei Dank, Erol Sander ist ein wirklicher überzeugender Winnetou. Joshy Peters spielt auch dieses Jahr Old Shatterhand überzeugend wie immer. Übrigens ist Joshy Peters mit seiner diesjährigen Rolle als Old Shatterhand der Spitzenreiter der Old-Shatterhand-Darsteller bei den Karl-May-Spielen. Ganze siebenmal hat er den deutschen Westmann Old Shatterhand gespielt. Die weibliche Hauptrolle mit der erfundenen Figur Kitty LaBelle wurde mit Eva Habermann besetzt, ein echter Hingucker wie auch in den vergangenen Jahren (Dorkas Kiefer, Maike von Bremen). Eva Habermann hat gleich zu Anfang ihres Auftritts eine Gesangs- und Tanzeinlage mit dem Titel “Mein Herz gehört dem Westen”.

Der Titel wurde von Jane Comerford, der Frontfrau von Texas Lightning, getextet und sie half Eva Habermann beim Einstudieren des Gesangs. Eva Habermann bringt den Titel gut rüber, allerdings merkt man auch bei genauem Hinsehen auf die Lippen, dass es Playback ist. Macht nichts, trotzdem schön und schwer genug, wenn man gleichzeitig tanzen muss. Ich weiß nicht ob es wahr ist oder nur ein Gerücht, aber Eva Habermann soll die Lebensgefährtin von Otto Waalkes sein.

Für die jungen weiblichen Fans gibt es natürlich auch einen echten Hingucker bei den Karl-May-Spielen 2010: Philip Schwarz. Als Ik Senanda, die böse Schlange, spielt Philip Schwarz, ein indianisches Halbblut, das zwischen den Weißen und Roten steht und herausfinden muss, zu wem er gehört.

Das ist auch der moralische Kern der Geschichte Halbblut. Es kommt nicht auf die Hautfarbe an, sondern auf das Herz. Ob rot oder weiß, gute und böse Homo Sapiens gibt es in allen Farben, und Manitu und Winnetou wissen das natürlich. Eine entsprechend pathetische Szene von Erol Sander fehlt natürlich nicht, sonst wäre es auch nicht Karl May, oder?

Übrigens, Philip Schwarz ist ein junger, talentierter Schauspieler, der den jüngerem Publikum aus der Serie Rote Rosen bekannt ist.

Als weitere Star wurde Ingo Naujoks engagiert. Er spielt den Saloonbesitzer Charles Leveret, und er ist neben dem Komanschenhäuptling Schwarzer Mustang der Bösewicht, also Weißer mit gespaltener Zunge.

Die Karl-May-Spiele 2010 mit dem Stück “Halbblut” waren wieder richtig schön. Nächstes Jahr, bei den Karl-May-Spielen 2011 in Bad Segeberg, wird das Stück “Der Ölprinz” aufgeführt. Klar ist, dass wir wieder mit von der Partie sind.

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