Nov 14 2009
Google Books – Die Wende?
Der geplante Aufbau einer Online-Bibliothek durch Google bekommt eine neue Wendung. Demnach einigten sich Google und die amerikanische Verleger darauf, dass das “Google Book Settlements” nur für Bücher gilt, die urheberrechtlich in den USA, Kanada, Großbritannien oder Australien registriert sind. Verlegte Bücher aus Ländern wie Deutschland, Italien oder Frankreich sind nicht mehr Bestandteil der Vereinbarung. Zudem sollen Google-Konkurrenten wie Amazon oder Microsoft der Zugang zu eingescannten Büchern erleichtert werden.
Ist das nun gut oder nicht? Ich glaube schon, denn obwohl Wissen allen zugänglich gemacht werden soll – und da hat Google sicherlich einen hohen Beitrag geleistet – darf das nicht auf Kosten der Urheber gehen. Die Zahl der Google-Gegner wächst, und nicht zuletzt deshalb, weil Google einen arglosen Umgang mit Inhalten jeglicher Art pflegt. Google steht wie kein anderer für Unternehmen der digitalen Ära, und trifft auf die Gutenberg-Generation, die noch immer ihre Existenzgrundlagen auf rechtlichen Säulen hat, als das Vervielfältigen und Nutzen von gedruckten Inhalten vergleichbar aufwendig und eingeschränkt war. Auf die Politik dürfte auf diesem Gebiet in Zukunft viel Arbeit zukommen.
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