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Der Name der Rose als Brettspiel

Posted By pt On 25. Dezember 2009 @ 20:45 In Allgemeines | No Comments

Umberto Ecos Bestseller “Der Name der Rose” gehört zu den Klassikern der historischen Kriminalromane. Überraschenderweise ist auch die Verfilmung dieses Romans sehr gut gelungen, und steht dem Buch in nichts nach. Die Romanfigur des William von Baskerville ist Sean Connery hat wie auf den Leib geschneidert. Nun gibt es vom Spielehersteller Ravensburger das gleichnamige Brettspiel dazu. Hat das Brettspiel auch Bestsellerqualitäten?

Auf einen Versuch kommt es an, und ich habe mir das Spiel schenken lassen. Zunächst fällt einem die hohe Qualität und aufwendige Aufmachung des Bretts und der Spielsteine auf. Die mittelalterliche Abtei mit ihren verschiedenen Gebäuden ist auf dem Brett sehr schön der Romanvorlage nachempfunden. Tolle Illustration! Beim Öffnen des Spielkartons fallen einem sofort die vielen unterschiedlichen Karten auf. Scheint kompliziert zu sein. Ein erster Blick auf die Spielanleitung bestätigt den Eindruck. Doch worum geht es in dem Spiel?

Dem Roman “Der Name der Rose” folgend ist in der Abtei ein Mord geschehen, doch anders als in der Romanvorlage geht es im Spiel nicht um die Aufklärung des Mordes, sondern um das Legen falscher Fährten. Man spielt insgesamt mit 6 verschiedenfarbigen Mönchen sowie William von Baskerville und Adson – allesamt natürlich Holzfiguren. Über sogenannte Identitätskarten wird jedem Spieler geheim ein farbiger Mönch zugewiesen. Die Aufgabe jedes Spielers besteht nun darin, mit Aktionskarten die Mönche, William und Adson so in der Abtei zu bewegen, dass der Verdacht nicht auf den eigenen Mönch fällt. Bei dem Spiel wird nicht gewürfelt. Stattdessen legt jeder Spieler eine seiner Aktionskarten aus, dreht die Sonnenuhr um einen auf der Karten angezeigten Zählerstand weiter, führt die Aktion aus (z.B. den roten Mönch in ein anderes Gebäude stellen), ändert je nach Aktion die Verdachts- und Indizienstand der Mönche und zieht eine neue Aktionskarte. Ziel des Spiels ist es, für den eigenen Mönch die wenigsten Punkte auf der Indizienskala zu haben. Wem das gelingt, der hat mit seinen Aktionen den Verdacht von seinem eigenen Mönch scheinbar erfolgreich abgelenkt.

Das Spiel ist natürlich komplizierter als eben beschrieben, besonders wenn man das erstmalig sich durch die Spielanleitung durcharbeiten muss. Nicht umsonst ist das Mindestalter für “Der Name der Rose” mit 10 Jahren angegeben. Ravensburger bietet auf der Firmen-Website ein zwanzigminütiges Video an, dass die Spielregeln erklären soll. Auch das habe ich mir angesehen und kann nur sagen, dass das nichts mit einer Video-Spielanleitung zu tun hat. Eher handelt es sich um einen Werbetrailer. Was soll’s, wahrscheinlich hätte eine videobasierte Spielanleitung deutlich mehr Zeit in Anspruch genommen.

Ist das Spiel “Der Name der Rose” nun zu empfehlen? Ja, wenn man grundsätzlich Strategiespiele mag und gerne konzentriert spielen möchte. Auch von den Blogs “Der Westen”, Spieleakademie und Unknowns-Spielblog hat das Spiel gute Kritiken bekommen.


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